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eigenheimDer Traum von den eigenen vier Wänden nimmt bei Häuslebauern eine Zwischenstation auf dem Bauplatz. Während das Haus langsam, Formen annimmt, wirkt das Grundstück unfertig und häufig unansehnlich. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken um die Gestaltung der Außenanlagen zu machen. Eine praktische und relativ pflegeleichte Alternative zu einer aufwendig angelegten Gartenlandschaft ist eine simple Rasenfläche. Ein dichter und strapazierfähiger Rasen sieht nicht nur gut aus, sondern ermöglicht auch viele Aktivitäten. Er hält eine Sonnenliege ebenso aus wie einen Tisch für die gemeinsame Kuchenrunde im Sommer oder das abendliche Grillen. Nicht zuletzt sind spielende Kinder froh, wenn sie auf diesen weichen Untergrund ihre Energie loswerden können.

Rasen anlegen: der beste Zeitpunkt

Grundsätzlich ist der beste Zeitpunkt für das Anlegen einer Rasenfläche je nach Wetterlage das Frühjahr um April herum. Dann hat der Rasen genügend Zeit, sich zu entwickeln und zu einem dichten Grün heranzuwachsen. Doch nicht jeder Neubau ist zu dieser Zeit soweit, dass die Eigentümer das Grundstück verschönern können. Das macht aber nichts, denn auch eine spätere Aussaat bis etwa Juli oder August ist möglich, liefert aber erst ab Spätsommer ein gutes Ergebnis. Wer es ganz eilig hat, kann auf Rollrasen zurückgreifen, der kann bis in den frühen Herbst verlegt werden. Der Vorteil: Die Grasnarbe ist bereits gut gewachsen, sodass durch eine gute Vorarbeit das Wurzelwerk samt Erdreich sich nur mit dem aufbereiteten Boden verbinden muss.

Boden planieren

Ein gesunder Rasen benötigt einen guten Untergrund. Ideal ist luftige Muttererde, aus der Regenwasser abfließen kann. Bei zu lehmhaltigen Böden sollten die Hobbygärtner etwas Sand in den Boden einarbeiten. Das schafft einen guten Untergrund. Nährstoffe sind wichtig, können aber per Dünger gut aufgebracht werden. Idealerweise gibt eine Bodenprobe Aufschluss über die Zusammensetzung und den Düngerbedarf. Daraus lassen sich zudem Rückschlüsse für den richtigen Rasensamen schließen. Der Boden sollte frei von Steinen und Wurzelwerk sein. Nach dem Umgraben und Auflockern folgt das vorsichtige Planieren. Dazu gibt es im Fachhandel geeignete Gartengeräte, die sich die Gärtner ausleihen können. Mit einer Walze sollte der Boden vorsichtig angedrückt werden. Anschließend folgt die sogenannte Feinplanie. Dabei erhält der Boden durch Harken eine Auflockerung. Bei sehr großen Flächen ist dies auch mit einer Egge möglich. Am Ende sollte der Boden möglichst gerade sein. Denn jede Vertiefung bedeutet eine Gefahr von Staunässe, auf die Rasen mit Krankheiten reagiert. Wichtig ist, dass der Boden am Ende ca. 3-5 cm tief aufgelockert ist. Bei zu basischen Böden sollte vorher noch Kalk eingearbeitet werden.

Rasen säen

Nun folgt die Aussaat. Wichtig ist hier eine qualitativ hochwertige Samenmischung. So eignet sich Schattenrasen nur für dunkle und eher feuchte Plätze auf dem Grundstück, eine bespielbare Rasenfläche sollte aber unbedingt mit Spiel- oder Sportrasen bepflanzt werden. Wer später seinen Garten durch aufwendige Pflege mit einem englischen Rasen verschönern möchte, sollte dafür auf besonders kräftige und robuste Samenmischungen zurückgreifen. Eine hochstehende Kräuterwiese dagegen bedarf einer entsprechenden Magerwiesenmischung. Eine gute Alternative zu herkömmlichen Rasenmischungen ist Samen, der bereits mit Dünger ummantelt ist. Das gilt besonders für nährstoffarme Böden. Der Samen wird lose ausgestreut. Sehr hilfreich ist der sogenannte Streuwagen, der eine gleichmäßige Aussaat ermöglicht. Anschließend sollte der Samen ganz vorsichtig eingeharkt werden, sodass er kurz unter der Oberfläche liegt. Nun folgt noch einmal ein – allerdings sehr leichtes – Andrücken mit einer Walze.

Pflege der Aussaat

Nun heißt es, die werdende Rasenfläche vorsichtig, aber regelmäßig zu wässern. Dabei ist etwas Fingerspitzengefühl erforderlich, denn zu viel Nässe ist so schädlich wie zu viel Sonne. Nach etwa zehn Tagen zeigen sich erste Halmspitzen und der Rasen wird Zusehens dichter. Bis zum ersten Schnitt verträgt die neu angelegte Rasenfläche Belastungen noch nicht gut. Dieser ist erst bei einer Halmhöhe von ca. acht bis zehn Zentimetern sinnvoll. Wichtig ist, dass der genutzte Rasenmäher nicht zu schwer ist. Anschließend kann sich der Rasen zu einem dichten grünen Teppich entwickeln und nach und nach voll genutzt werden. Dann wächst mit dem Eigenheim auch ein schöner Garten heran.

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