Hausbauagentur

Baupreise fürs Haus bauenWer sich ein Haus bauen möchte, der möchte in erster Linie die Kosten ermitteln, die auf ihn zukommen werden. Das tut der künftige Eigenheimbesitzer meist in Zusammenarbeit mit dem Hausanbieter.

Verlässt man sich allein auf die Aussagen eines Hausverkäufers, könnte es durchaus gefährlich werden. Um einem Bauinteressenten zu suggerieren, dass er den Hausbau problemlos finanzieren kann,  wird bei der Angabe der Baukosten gern sehr stark differenziert. Die Addition der Grundstückskosten und vom Hausanbieter veranschlagten Baukosten wird einer konkreten Kostenberechnung nicht gerecht.

Verdeutlicht wird dies auch auf der Seite www.bluffen.info.

 

Steigende Baukosten

Der Bau eines Eigenheims ist heutzutage mit stark gestiegenen Baukosten verbunden. Aber ein eigenes Heim lässt sich nach wie vor realisieren. Die Bauherren müssen lediglich beachten, dass das Vorhaben "Hausbau" wohl schwieriger umzusetzen ist als noch vor fünf Jahren. Denn der Wegfall der bekannten Eigenheimzulage stellt dem Bauherren ohne hohes Eigenkapital einen Balken quer. Des Weiteren kommt hinzu, dass die Baupreise seit mehr als zwei Jahren zu schnell in die Höhe schießen – wie es vor etwa 15 Jahren schon einmal der Fall war. Der Baupreisindex für Bauleistungen lag schon damals mindestens 12 Prozent über dem Niveau im Jahre 2006. Daher wichtet die Inflation der Baupreise noch stärker als die allgemeine Inflationsrate. Ferner ist ein großer Preisanstieg bei bestimmten Teilbereichen wie zum Beispiel Dämmarbeiten, Schlossarbeiten, Verglasungen oder im Bereich des Heizungsbaus und in der Klimatechnik festzustellen. Die im Jahre 2007 erhöhte Mehrwertsteuer ist nicht der einzige Grund für diesen Preissprung. Zusätzlich machen sich die in zunehmendem Maße steigenden Anforderungen der EnEV, der Energie-, Material- und Arbeitslohnkosten, bemerkbar.

 

Die Baunebenkosten

Wer ein Haus baut, hat neben den eigentlichen Baukosten noch mit einem Gutteil an sogenannten "Baunebenkosten" zu rechnen und sollte sich vorab genauestens über die einzelnen Posten und deren Höhe informieren.

Die Nebenkosten beim Grundstückserwerb

Wer nicht das Glück hat, ein Grundstück zu erben oder privat ein solches zu finden, hat Maklergebühren zu entrichten, welche sich je nach Region und Lage des Grundstücks zwischen 3,5 und 7% des Grundstückpreises bewegen. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer von 19%. Die Notarkosten sind mit 1 bis 1,5% vom Grundstückspreis zu veranschlagen, wozu ebenfalls eine Mehrwertsteuer von 19% fällig wird. Ebenfalls zu den Baunebenkosten wird die Grunderwerbssteuer gezählt, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen kann. (www.haus-preiswert.de)
Auch die sogenannten Erschließungskosten bilden einen nicht unbeträchtlichen Teil der Baunebenkosten und beinhalten zum Beispiel den Abriss bereits vorhandener Gebäude, das Fällen von Bäumen sowie Begradigungen beziehungsweise Einebnungen des Geländes.

 

Die Finanzierungskosten

Die Finanzierungskosten als Kosten vor dem eigentlichen Hausbau setzen sich zusammen aus unterschiedlichen Bearbeitungsgebühren sowie Schätz- und Einwertungskosten, Bereitstellungskosten für das eventuell zu beanspruchende Darlehen in Verbindung mit einer Sicherheitsbestellung für die Bank, welche in der Regel als Grundschuld in das Grundbuch eingetragen wird. Hierfür werden vom Grundbuchamt 0,5 Prozent vom Darlehensbetrag berechnet und ebenso viel schlägt für den dazu benötigten Notar zu Buche. Auch Zuschläge für Teilauszahlungen müssen bei den Finanzierungskosten einkalkuliert werden.

 

Kosten vor dem Baubeginn

Vor dem Hausbau sollte ein Baugrundgutachten (hausbau-beratung.com) bestellt und finanziert werden. Weitere Kosten, noch vor dem Baubeginn, sind die Einrichtung der Baustelle (Baustelleneinrichtung) und der Abschluss von  Bauherrenversicherungen.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die Erdarbeiten. Wenn das Gutachten einen leichten Abbau bescheinigt, der Untergrund aber felsig wird, dann ist mit erheblich mehr Erdarbeiten zu rechnen, was den Preis auch nach oben treibt. Damit sind auch die weiteren Arbeiten, wie der Aushub des Kellers oder die Bodenplatte eventuell in einem anderen Preissegment eingebunden. Weitere große Faktoren sind die Kosten für den Architekten und den Innenausstatter, falls dieser zu Rate gezogen werden soll.

 

Nebenkosten für Planung und Hausbau

Weitere Baunebenkosten fallen an für Vermessungen, welche einen amtlichen Lageplan in dreifacher Ausfertigung erfordern und deren Kosten in der 'Vermessungsgebührenordnung' festgeschrieben sind. Architekt, Statiker, Prüfstatiker (vorgeschrieben in Berlin, Brandenburg und Hessen) sowie Gutachter beanspruchen einen weiteren Posten in der Kategorie Baunebenkosten. Auch die Gebühren für den Bauantrag sowie dessen Genehmigung sowie die Ausstellung eines Energiepasses gehören zu den Nebenkosten beim Bauen. Weiter sind zu berücksichtigen die Kosten für Verkehrssicherung inklusive Errichtung von Straßensperrungen und Bauzäunen sowie der Bereitstellung des Platzes für den Baukran. Ist mehr als ein Unternehmen am Bau Ihres Hauses beteiligt oder werden vom Generalunternehmer Subunternehmen beschäftigt, ist unter Umständen ein Gesundheitskoordinator zu bestellen, für welchen ebenfalls Kosten anfallen.

 

Hausanschlusskosten

Weitere Posten neben den eigentlichen Baukosten sind die Kosten für die notwendigen Hausanschlüsse. Dazu zählen die Anschlüsse für die Wasserzufuhr ebenso wie das Anlegen der Kanalisation für das Abwasser, wobei die Kosten abhängig sind von Region und verarbeitetem Material. Weiterhin fallen Kosten für Strom- und Telefonanschluss an. Strom wird auch benötigt während der Phase der Bauarbeiten, sodass dies ebenso als ein separater Posten der Nebenkosten eingestuft wird. Gegebenenfalls ist ein Gasanschluss erwünscht, der ebenfalls in Betracht gezogen werden soll. Zu beachten ist, dass ein Verlegen der diversen Leitungen bei befestigtem Boden mit Mehrkosten verbunden ist im Vergleich zu einem Verlegen bei unbefestigtem Boden.

 

Außenanlagen

Auch wenn die Außenanlagen erst nach dem eigentlichen Hausbau in Angriff genommen werden, sollten dennoch die dafür benötigten Kosten rechtzeitig bedacht werden. Es ist dabei ein Zugang zum Haus anzulegen, die Einfahrt wird gepflastert, eventuell wird eine Terrasse angelegt. Die Kosten sind dabei abhängig vom jeweils verwendeten Material, können aber über den Daumen mit zwischen 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Mit Sicherheit wird zumindest eine Garage oder ein Carport  dazukommen und eventuell ein Garten, ein Rasen und Hecken.

 

Versicherungen

Zu guter Letzt sind die verschiedenen Versicherungen ins Auge zu fassen, ohne welche ein Bauvorhaben nicht denkbar ist. Zu diesen zählen die Bauwesenversicherung beziehungsweise Bauleistungsversicherung, die Bauherrenhaftpflicht, die mit zu den wichtigsten Versicherungen beim Bau eines Hauses zählt, die Feuer-Rohbauversicherung, welche von der Finanzierungs-Bank mit Sicherheit verlangt wird, eine Baustellungsversicherung, die den Bauherrn vor unerwarteten Mehrkosten schützt sowie eine Versicherung für Bauhelfer, sofern Eigenleistungen am Bau geplant sind. Informationen zu diesen Versicherungen nebst der Möglichkeit, die Kosten dieser Versicherungen zu vergleichen finden Sie auf www.bv24.info.

 

Weitere Baukosten?

Die Bau- und Leistungsbeschreibung sollte sehr detailliert und genauestens ausgeführt werden, schreiben auch die Experten auf hausbau-beratung.com. Um hier Nachfolgekosten zu vermeiden, sollte man sich auch nach guten Bauunternehmen umhören. Sauberes und termingerechtes Bauen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn man für die Suche etwas mehr Zeit aufwendet, dann rechnet sich das auf jeden Fall, indem man davon ausgehen kann, dass teure und zeitaufwändige Nachbesserungen wahrscheinlich nicht anfallen werden.  Man sollte sich einen Überblick verschaffen, welche Arbeiten sind in der Leistungsbeschreibung aufgeführt und wie realistisch sind die veranschlagten Kosten.

Eine übersichtliche und noch ausführlichere Darstellung der Baunebenkosten finden Sie auf hausbauberater.de.

Übrigens:
Auch die Bank hat Interesse an der Kostenermittlung, denn auf Basis der Hausbaukosten soll eine passende Finanzierung erarbeitet werden. Da es sich bei diesen Finanzierungen um ein langfristiges Geschäft handelt, sind beide, also die Bank und der Eigentümer daran interessiert, die Kosten so genau wie möglich zu ermitteln.

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